Franziska Ingendahl erhält den Heinz-Heckhausen-Preis

Franziska Ingendahl erhält für ihre Dissertation den Heinz-Heckhausen-Preis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

28.09.2026

Dr. Franziska Ingendahl aus der Arbeitsgruppe Angewandte Kognitionspsychologie am Fachbereich Humanwissenschaften erhält den Heinz-Heckhausen-Preis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs). Ausgezeichnet wird ihre von Professorin Monika Undorf betreute Dissertation „On Reactivity to Immediate Judgments of Learning“. Darin untersucht Franziska Ingendahl, inwiefern Vorhersagen der eigenen Gedächtnisleistung während des Lernens das spätere Erinnern beeinflussen können. Die Arbeit greift damit eine grundlegende Frage der psychologischen Forschung auf: In welchem Ausmaß verändern psychologische Messungen die Prozesse, die sie erfassen sollen? Die drei Projekte der Dissertation untersuchen, unter welchen Bedingungen solche reaktiven Effekte auftreten, welche Rolle Veränderungen der Lernstrategien dabei spielen und inwieweit sich die Befunde auf bildungsrelevante Lern- und Prüfungssituationen übertragen lassen.

Die DGPs würdigt mit der Auszeichnung insbesondere die theoretische Innovation, methodische Exzellenz und wissenschaftliche Transparenz der Dissertation. In den zugrunde liegenden Studien verbindet Franziska Ingendahl experimentelle Untersuchungen und Metaanalysen mit modernen statistischen Verfahren und setzt konsequent Prinzipien von Open Science um. Die internationale Sichtbarkeit der Arbeit zeigt sich auch darin, dass alle vier Manuskripte der Dissertation in renommierten, international begutachteten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Die Befunde tragen dazu bei, Untersuchungsmethoden für metakognitive Prozesse weiterzuentwickeln und damit verlässlichere Erkenntnisse über das menschliche Lernen zu gewinnen. Zugleich liefern sie wichtige Ansatzpunkte dafür, selbstreguliertes Lernen besser zu unterstützen.

Mit dem alle zwei Jahre vergebenen Heinz-Heckhausen-Preis würdigt die DGPs herausragende Dissertationen im Hauptfach Psychologie. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde am 7. September 2026 im Rahmen des 54. DGPs-Kongresses in Luxemburg verliehen.